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Ein Ausschnitt aus dem Buch "Gefühlvoll" von Laura-Marlene de Cordoba. Mehr von ihr gibts unter Beam-Ebooks.

Die Weiße Tigerin
 
Begeistert nahm Eike S. den neuen Job in der Verwaltung einer deutschen Hochschule an. Zwar handelte es sich nur um eine befristete Anstellung - eine Schwangerschafts- bzw. Mutterschaftsvertretung - aber immerhin. Besser als arbeitslos zu sein war das allemal. Ihm oblag künftig die vorschriftsmäßige Entsorgung von Sonderabfällen nebst des ganzen damit verbundenen und vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Drums und Drans, das jede Menge Schreibkram umfasste. Eike engagierte sich. Es blieb ihm ja auch gar nichts anderes übrig. Sein Chef war nicht vom Fach und hatte die hohe Position nur durch Beziehungen ergattern können. Öffentlicher Dienst mit dem typischen Postengeschiebe eben. Er überließ Eike sämtliche Arbeiten. Er nutzte Eike nach Strich und Faden aus.
     Eike wusste das. Doch er konnte nichts dagegen tun. Er besaß ja auch nur einen Zeitvertrag. Und wenn der verlängert werden sollte, dann war er auf die Fürsprache seines Chefs angewiesen. Und was war das eigentlich für ein Chef? Nahezu täglich hing ein Zettel an seiner Bürotür, der besagte, dass der Vorgesetzte außerhalb Termine wahrnahm. Die Tür wurde in derartigen Fällen abgeschlossen. Drinnen schlief nämlich der Chef. Und Eike als sein Assistent machte die ganze Arbeit. Hin und wieder trat sein Boss den Dienst auch schon mal angetrunken an. Eike zwang sich, darüber hinweg zu sehen. Der Chef revanchierte sich und Eikes Vertrag wurde verlängert. Die eigentliche Stelleninhaberin Sabine J. erschien mal besuchsweise und stellte fest, dass sich eigentlich kaum etwas verändert hatte. Mit einer Ausnahme. Bei ihr - die ja unkündbar war - wagte der Chef es nicht, sich dermaßen gehen zu lassen. Sabine steckte Eike, dass sie gegen das Verhalten vom Boss vorzugehen gedachte. Sobald sie wieder da war. In etwa einem halben Jahr. Eikes Arbeitsvertrag wurde erneut verlängert.
     Dann begann das Fälschen der Stempelkarten. Der Chef erschien überhaupt nicht mehr zum Dienst, täuschte Besuche hier, Besprechungen da und Termine woanders vor. Tatsächlich ließ er seine Stempelkarte fälschen und befand sich gar nicht mehr im Haus. Das wurde zum Standard. So konnte es auch nicht ausbleiben, dass Eike anstelle des Chefs mit allen Mitarbeitern Kontakt hatte. Man kannte ihn überall und er war ein gern gesehener Kollege. Man kannte allerdings auch seinen Chef und dachte sich seinen Teil. In dieser Situation begann Sabine J. wieder zu arbeiten. Sie überzeugte den zuständigen Dezernenten - und sie konnte sehr überzeugend sein! - dass ohne Eike gar nichts mehr liefe. Das blieb nicht ohne Auswirkungen auf dessen Vertrag. Und sie steckte dem Dezernenten, was tatsächlich abging.
     Es kam zur Kontrolle. Der Chef der Beiden flog auf und erhielt seine wohlverdiente Kündigung. Die Position der Abteilungsleitung war vakant. Eike trat die Flucht nach vorne an und bewarb sich auf den Posten. Allerdings vergeblich, denn er verfügte über keinen Ingenieurstitel. Und den brauchte die Hochschule aus Prestigegründen bei einem Abteilungsleiter unbedingt. Den Chefposten erhielt jemand anderes, nämlich eine Laborleiterin namens Kathrin E. aus dem Fachbereich Biochemie. Eine nette junge Frau. Eike kannte und schätzte Kathrin, hatte er doch in der Vergangenheit bereits häufiger und ausgesprochen erfolgreich mit ihr zusammen gearbeitet. Sie respektierten sich gegenseitig. Er mochte sie. Und sie ihn auch. Zwischen beiden existierte eine gewisse Vertrautheit. Gegen eine Liäson sprach lediglich die Tatsache, das Eike bereits verheiratet war. Eike bewunderte Kathrin. Nicht nur wegen deren begehrenswertem Aussehen und ihrer Intelligenz, sondern auch, weil sie sich mit der anmutig-geschmeidigen Grazie einer Raubkatze bewegte. Er hatte schon mal von Kathrin geträumt und es war ein feuchter Traum gewesen.
     Auch Sabine freute sich maßlos über die neue Chefin. Es gab allerdings böse Zungen, die behaupteten, Sabine und Kathrin würden miteinander schlafen. Beide machten jedenfalls kein Hehl daraus, dass sie bi waren, wie Eike im Rahmen der Zusammenarbeit schnell erfuhr. Ihn interessierte das weniger. An Sabine hatte er ohnehin kein Interesse. Kathrin hingegen ... Ja, die hatte das gewisse Etwas. Eine versteckte Erotik. Vollendete Körperbeherrschung. Und attraktiv war sie obendrein. Allerdings auch hochintelligent, kompetent und ensprechend vor Selbstsicherheit nur so strotzend. Eine Frau, die ihre Vorstellungen knallhart durchzusetzen wusste. Eike machte ihr diesbezüglich eines schönen Tages ein Kompliment. Es verhielt sich nicht so, dass er mit ihr unbedingt etwas anfangen wollte, aber von der Bettkante hätte er sie keinesfalls geschubst. Sie entgegnete auf das Kompliment hin: "Ich mache einmal in der Woche Kendo und einmal Jiu-Jutsu. Das stählt den Körper und stärkt den Geist. Die fernöstlichen Philosophien haben ohnehin sehr viel mehr als der Westen zu bieten."
     Die bösen Zungen, die behaupteten, dass Kathrin und Sabine zusammen schliefen, behielten Recht. Sabine teilte ihm das eines schönen Tages mit geradezu schonungsloser Offenheit mit. Sie erklärte ihm aber auch, dass jedwede Initiative dazu von Kathrin ausgegangen sei. Die bösen Zungen hatten aber noch mehr behauptet. Sie hatten behauptet, Kathrin habe ihren Posten als Laborleiterin zwangsweise räumen müssen, weil es zu Übergriffen von sexueller Natur gekommen war. Und zwar ihrerseits. Eike hielt das durchaus für möglich und dachte sich seinen Teil, sagte aber nichts dazu. Irgendwann bekam er mit, dass es zwischen Sabine und Kathrin wohl vorbei war. Sabine wurde jetzt zu sehr von ihrem Kind beansprucht. Am Arbeitsklima veränderte das allerdings gar nichts. Das blieb nach wie vor sehr freundschaftlich, voll von kleinen, versteckten sexuellen Anspielungen und wurde von Eike als ausgesprochen heiß und prickelnd empfunden.
     Der Sommer hielt Einzug. Es kam die Zeit, als Sabine einen längeren Urlaub machte und mit ihrem noch sehr kleinen Kind für sechs Wochen in die Staaten flog. Kathrin und Eike waren jetzt allein im Büro. Auch hinsichtlich des Büros vollzog die Hochschule Veränderungen. Sonderabfallentsorgungen kosteten nur Geld. Die brachten nichts ein. Kathrins Abteilung erschien der Hochschulleitung wie ein Dorn im Auge, denn die verursachte nur Kosten. Eike und Kathrin wurden auf eine Halbtagstätigkeit gesetzt. Das erwies sich als Bumerang, denn nun häuften sich deren Überstunden. Als Sabine - die wegen ihrer Tochter ohnehin nur halbtags arbeitete - ihren Urlaub antrat, da musste die Abteilung umziehen.
     Man quartierte sie in einem mehrere Straßenzüge entfernt liegenden und angemietetem Altbau ein, in der obersten Etage und unmittelbar unter dem Dach. Große Fenster, von unten nicht einsehbar, sorgten für lichtdurchflutete Räume. Vom Flur aus zweigte eine Tür ab und führte in das Vorzimmer mit den Schreibtischen von Eike und Sabine. Nur von deren Vorzimmer aus ließ sich Kathrins Büro erreichen: Ein großer Raum mit Schreibtisch und einer Sitzgruppe für Besucher. Kathrins Büro wies noch eine zweite Tür auf, doch die führte in ein unbenutztes Treppenhaus und sollte verschlossen bleiben. Sie diente einzig als Fluchtweg. Den Umzug bewerkstelligten Kathrin und Eike mehr oder weniger in Eigenregie. Eike staunte dabei über die Leichtigkeit, mit der Kathrin auch schwere Kisten mit Aktenordnern und Möbelstücke bewegte. Und das, obwohl sie doch über einen eher als zierlich zu bezeichnenden Körperbau verfügte. Er sprach sie daraufhin an und sie meinte nur leichthin: "Macht mir nichts aus. Kommt wohl vom regelmäßigen Kampftraining."
     Überhaupt löste die körperliche Nähe beim Umzug erstmals wirklich etwas in Eike aus. Er roch den fraulichen Körper; es kam zwangsläufig zu unwillkürlichen Berührungen. Heimlich - wie er dachte - schaute er sie genauer an: Eine eigentlich formvollendete Frau von 28 Jahren. Mit natürlich gelockten, blonden Haaren bis zur Schulter - ein herausfordernd frecher Schnitt, der vorne in zwei längeren und bis zur Brust reichenden Strähnen mündete. Wohlproportioniert und mit fein geschnittenen Gesichtszügen, dazu passende, grüne Augen, die immer in sein Innerstes zu blicken schienen. Irgendwie umgab sie sich mit einer Aura des Geheimnisvollen, gerade so, als ob da unter der Oberfläche noch mehr wäre und lediglich darauf wartete, freigelassen zu werden.
     Sein Penis erigierte. Gut, das war ihm in Kathrins Gegenwart schon häufiger passiert. Aber noch niemals so fest und hart, ja fast schon schmerzhaft, wie heute. Kathrin schaute ihn fest an, sagte aber nichts. Sie hatte seinen Blick bemerkt. Kannte sie auch Eikes Gefühle? Aber da gab es noch etwas. Etwas Seltsames. Kathrin wirkte trotz ihres Alters irgendwie jugendhaft, frisch, ja geradezu lolitamäßig. Wie eine Kindsfrau und überaus begehrenswert. "Sie hat sich wirklich sehr gut gehalten", dachte Eike.
     Er begriff, dass sie ihm überlegen war. In so ziemlich jeder Hinsicht: Intellektuell, bzg. ihres Selbstbewusstseins und auch hinsichtlich ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Er erkannte, dass andere sie ob ihres jugendlichen Aussehens gerne unterschätzten. Er ordnete sich ihr unter. Er tat es gerne. Es existierte wirklich nur ein einziger Bereich, in dem er ihr spielend etwas vormachen konnte. Dabei handelte es sich um die EDV. Oh, Kathrin konnte sehr gut mit Computern umgehen. Aber Eike war ein Hacker alter Schule, der immer dem Grundsatz "mülle nicht in den Daten anderer Leute" folgte und sich von fremden Maschinen nur das runterkopierte, was er wirklich brauchte. Dabei allerdings gab es für ihn kaum jemals eine unüberwindliche Grenze.
     Eine Woche gestand der Dezernent ihnen zum Einräumen zu. Es wurde eine Woche, in der Kathrin ihren Untergebenen heiß machte. Regelmäßig zog sie ihn mit zotigen Bemerkungen und sexuellen Anspielungen, auch vermeintlich versehentlichen körperlichen Berührungen auf. Wenn sie unhörbar sein Büro betrat, sich ihm von hinten näherte und ihre Fingerkuppen an seiner Wirbelsäule entlang strichen, dann elektrisierte ihn das förmlich. Nur allzu oft "vergaß" sie es, ein paar Knöpfe an ihrer Bluse zu schließen und gewährte ihm so intime Einblicke in das tiefe, verheißungsvolle Tal zwischen ihren prächtigen Brüsten. Bei ihr wirkte das natürlich und keinesfalls nuttig. Er liebte es, mit ihr zusammen zu arbeiten. Eike war von Kathrin und von ihrem Verhalten fasziniert. Es war ein überaus bemerkenswert-seltsames, ja prickelndes Verhältnis. So eine Frau hatte er noch nie kennen gelernt. Streng genommen handelte es sich allerdings um sexuelle Belästigung.
     Sie betrachtete die sexuelle Belästigung jedoch eher als Spaß oder als Spiel und es war für Kathrin selbst mit absoluter Sicherheit auch unverkennbar, dass sie Eike gehörig einheizte. Eike seinerseits fasste die sexuelle Belästigung auch nicht als solche auf - eher als Schmeichelei - obgleich es sich ganz unzweifelhaft darum handelte. Sie war aber auch in einer höheren, angeseheneren Position mit Festvertrag und eine junge, attraktive Frau, während er, Eike, nur einen Fristvertrag nach dem anderen und eine niedrigere Position inne hatte, ein Mann und zudem älter war. Wer hätte ihm, wer hätte ihr geglaubt, wenn er den Mund aufmachte? Dennoch blieb Eike standhaft - auch wenn es ihm verflucht schwer fiel! Sie war ihm absolut nicht gleichgültig - mal eher schutzbedürftig, mal eher dominant: Eine Switcherin.
     Nach dieser Woche folgte von oben her ein richtiger Hammerauftrag: Die zentrale Beschaffung von Sicherheitsdatenblättern für alle in der Hochschule seitens der einzelnen Fachbereiche und seitens der Verwaltung verwendeten Chemikalien. Dieses Projekt würde sich ob des damit verbundenen Arbeitsaufwands über mindestens zwei Jahre hinweg hinziehen und sicherte somit Eikes Arbeitsplatz. Er übernahm den Part der Internetrecherchen. Kathrin hingegen telefonierte mit Gott und der Welt, um gedruckte Sicherheitsdatenblätter anzufordern. Die Tür zu ihrem Büro ließ sie dabei immer angelehnt, so dass Eike einen Teil ihrer Telefonate mitbekam - ob er wollte oder nicht.
     Eins dieser Telefonate ließ ihn aufhorchen, denn es hatte so absolut gar nichts mit der täglichen Arbeit zu tun. Der Mann hörte nur ihre Stimme. Und die sagte: "Nein, leider bisher nur grüne Drachen, also Himmelsdrachen. Kai? Ja, der war lieb ... Zwei Wochen lang bis nichts mehr kam. Walter gab mir viel, aber er war nicht der Richtige. Viel zu dominant. Günther hatte nur eine große Klappe. Im Bett ein Versager und das Bisschen ... Nein, ich suche meinen Jadedrachen immer noch. Mit Wolfgang hätte das schon was werden können, aber der wollte nur permanent mit mir schlafen ... Doch, ich bin sicher, dass ich ihn finde! Hmm... - ja die Drachenperlen verwende ich täglich. Und einmal wöchentlich zur Reinigung die geschälte Gurke, ganz im Sinne von Hsi Lai." "Ihre Männergeschichten ...", dachte Eike und fragte sich, was sie wohl mit einem Jadedrachen, einem grünen Drachen bzw. Himmelsdrachen und den ominösen Drachenperlen gemeint haben konnte.
     Kurz nach diesem seltsamen Telefonat kam Kathrin aus ihrem Büro und meinte: "Ich muss mal eben kurz rüber zum Fachbereich Informatik. In ungefähr einer Stunde bin ich wieder zurück." "Kein Problem", entgegnete ihr Mitarbeiter und setzte hinzu: "Meldest du dich selbst bei Ingrid ab oder soll ich das für dich machen?" "Lass man, ich gehe bei ihr vorbei. Aber trotzdem danke. Lieb von dir." Und mit diesen Worten verschwand sie. Ingrid hieß die Sekretärin des Dezernenten. Jedes Mal, wenn einer von ihnen Außentermine wahrnahm, dann mussten sie sich bei Ingrid, die an einem anderen Standort saß, abmelden. Nachdem Kathrin den Raum verlassen hatte, dachte Eike: "Warum eigentlich nicht?" Und ging ins Internet.
     Natürlich nicht einfach so, denn der Administrator musste nicht unbedingt mitbekommen, dass Eike eine private Recherche startete. Er verwendete eine geschützte Verbindung. Die Fähigkeiten dazu besaß er und die erforderlichen Software-Tools lagen schon seit langer Zeit parat. Denn das war es, was Eike seiner Vorgesetzten wirklich voraus hatte: Die Hackererfahrung. Er recherchierte nach dem Jadedrachen. Das Ergebnis entsprach nicht wirklich seinen Erwartungen, denn was er fand, war lediglich die Bezeichnung eines 6000-Meter-Bergmassivs namens Yulong Xueshan - "Der Jade-Drachen-Schnee-Berg" - in der Nähe von Lijiang in China. Daneben wusste das Internet noch davon zu berichten, dass die Jade seit Jahrhunderten im fernen Osten als Glücksbringer galt, die Selbstverwirklichung, Ideenfülle und Tatendrang fördern sollte.
     "Nur irgend so ein religiös-esoterisches Wirrwar", dachte er enttäuscht, denn Eikes Erwartungen waren angesichts des Gehörten in eine gänzlich andere, eher lustvoll-sinnlich betonte Richtung gegangen. Er versuchte es mit den anderen Begriffen, dem "Grünen Drachen", dem "Himmelsdrachen" und den "Drachenperlen". Dadurch stieß er auf einen Buchtitel, nämlich "Hsi Lai: Die sexuellen Geheimnisse der Weißen Tigerin". Der Name  Hsi Lais war von Kathrin ja im Verlauf des Telefonates auch erwähnt worden. Handelte es sich bei ihr um eine "Weiße Tigerin" und wenn ja, was hatte es damit auf sich?
     Die Suche nach der "Weißen Tigerin" - wobei er neben Deutsch auch noch Englisch und Französisch bemühte - führte ihn schließlich zur Internetseite einer "White Tigress Society" und hier wurde er fündig. Die "Drachenperlen" waren lediglich ein Synonym für Liebeskugeln, täglich und mindestens sechs Stunden lang getragen, um Becken und Vaginalmuskulatur zu trainieren. Die Frauen, die das praktizierten, nannten sich "Weiße Tigerinnen" und lebten in einer uralten, taoistischen Tradition. Die geschälte Gurke, außer während der Menstruation einmal wöchentlich für ein paar Stunden in die Vagina eingeführt, diente nach diesem Glauben der gründlichen Reinigung, dem Abtöten von Viren und Bakterien. Und bei den Drachen handelte es sich offensichtlich um Männer. Daneben las Eike noch, dass Weiße Tigerinnen durch festgelegte, ritualisierte Formen des Fellatio die ewige Jugend wenn nicht sogar Unsterblichkeit anstreben sollten.
     Er wollte noch weiter lesen, als draußen auf dem Flur Schritte erklangen. Kathrin kehrte zurück! Schnell löschte er die Seite und fuhr den Rechner runter. Die Tür öffnete sich. "So, bin wieder da", meinte Kathrin. Ihr Blick fiel auf den Rechner, der sich gerade abmeldete. "Probleme?", fragte sie. "Nein", antwortete Eike, "das Ding hat sich bloß mal wieder aufgehängt. Ich fahre ihn neu hoch und danach geht's wieder." Gesagt, getan. Kathrin zog währenddesssen ihre Jacke aus und verschwand kurz in ihrem Büro. Der Mitarbeiter bewunderte ihre Natürlichkeit - und ihren Mut, denn unter der keineswegs blickdichten weißen Bluse zeichnete sich unübersehbar ein schwarzer Spitzen-BH ab. Personifizierte Versuchung ... Verruchte Erscheinung ... Einfach nur geil und sexy und wirklich jede Sünde wert.
     Wieder bei Eike übergab Kathrin ihm zwei Schlüssel. "Die sind für die Tür von meinem Büro zum Treppenhaus und unten für die Eingangstür zum alten Treppenhaus. Das Treppenhaus gehört nicht mehr zu den angemieteten Räumlichkeiten und deswegen dürfen wir es auch nicht benutzen. Höchstens als Fluchtweg im Brandfall. Deswegen habe ich auch die Schlüssel erhalten. Du bekommst Nachschlüssel, die ich habe machen lassen. Erzähl keinem davon und betrachte es als Vertrauensbeweis, OK?" "Ja, äähh..., danke ...", stotterte Eike, der nicht wusste, wie er das einschätzen sollte. "Gut. Und dann müssen wir etwas besprechen. Wie weit bist du mit der Recherche nach den Datenblättern?"
     "Ich habe schon ziemlich viel. Aber das zieht sich mächtig hin. Grob geschätzt fehlen uns noch rund zwei Drittel." "Das dauert ja ewig! Gibt es denn keine Datenbank, in der man alles findet?" Eike überlegte kurz - wie weit durfte, konnte er gehen? "Doch, ja, die gibt es. Aber die ist nicht öffentlich zugänglich." "Warum nicht? Ist die Nutzung kostenpflichtig?" "Nein. Es handelt sich um eine Datenbank im Pentagon. Nur für den internen Gebrauch von US-Behörden." "Ach so. Da kommt wohl keiner rein. Dann scheidet das aus ..." "Na ja, ich wüsste schon, wie ich da rein komme." Kathrin blickte auf: "Du willst das Pentagon hacken?" "Wenn du es so ausdrücken möchtest - ja! Diese Datenbank ist kaum gesichert, weil sie im Katastrophenfall für zig Behörden zur Verfügung stehen muss."
     "Mal angenommen, ich als deine Vorgesetzte wüsste nichts davon und dieses Gespräch hätte niemals stattgefunden. Wie würdest du dann vorgehen?" "Ich kenne den NYFD-Zugang." "Was ist NYFD?" "New York Fire Department - die New Yorker Feuerwehr. Die haben einen Generalzugang, der in gewissen Kreisen gut bekannt ist." "Und du kennst dich in gewissen Kreisen aus, weil du in Kontakt mit solchen Leuten stehst. Begriffen. Weiter!" "Ich würde ein paar Poxys dazwischen klatschen - Onion-Routing nennt man das - und mich bei NYFD rein hacken. Deren Systeme sind praktisch ungeschützt. Als NYFD-Mitarbeiter könnte ich dann ganz offiziell alles das runterladen, was wir brauchen." "Wieviel Arbeitszeit spart uns das?" "Grob geschätzt - anderthalb Jahre." Kathrin pfiff durch die Zähne.
     Sie überlegte. Dann fragte sie: "Eigentlich überflüssig, aber ... - das ist in höchstem Maße illegal, nicht wahr?" "Natürlich", gab Eike zu und fuhr fort: "Aber es schadet niemandem. Es nützt nur. Und die Chance erwischt zu werden liegt praktisch bei Null. Ich kann das durchaus mit meinem Gewissen vereinbaren." Darauf Kathrin: "OK, dann mach es. Ich sehe dir dabei zu. Aber ich weiß von nichts und ich habe auch nie mein Einverständnis dafür gegeben. Die eingesparte Zeit werden wir nämlich noch dringend gebrauchen können." "Wofür?" "Das erkläre ich dir später. Fang einfach an!"
     Eike baute daraufhin wieder eine gesicherte Verbindung auf. Kathrin sah mit großen Augen zu. Eigentlich sah sie weg. Warum sie ihm so vollkommen freie Hand ließ und ihm auch blind vertraute, erfuhr Eike erst später. "Ich gehe nur mal kurz auf die Toilette", informierte sie ihn und verließ den Raum. Eike hackte weiter. Er lud gerade die ersten Daten herunter, als Kathrin zurück kehrte. Sie sah ihm weiterhin zu. Allerdings befand sie sich hinter ihrem Mitarbeiter - ihren linken Arm wie bei einer Umarmung auf seine linke Schulter gelegt. Ihr Busen drückte in Eikes Rücken und er spürte, dass das beabsichtigt war. Sie war heiß; Eike fühlte ihre erigierten Brustwarzen durch den Stoff hindurch. Mit der rechten Hand stützte sie sich auf der Schreibtischplatte ab. In dieser Hand hielt sie dabei ihren eben noch getragenen Slip. Verdammt, er roch ihre Fraulichkeit! Sie als Biochemikerin wusste sehr genau, wie ihre Vomeropherine auf einen Mann wirken mussten - und wirkten! Diese Frau nahm sich was sie wollte. Sie war in gewisser Hinsicht wie ein Steppenbrand.
     Eike fühlte ihren heißen Atem an seiner Wange. Er roch ihr feminines Aroma. Sie geilte ihn ganz bewusst auf diese Weise auf. Momentan lief nur der Download und so drehte er ihr das Gesicht zu. Augen blickten in Augen. Volle Lippen öffneten sich, Münder berührten einander. Zungen begannen zu spielen, doch so unvermittelt, wie es begonnen hatte, war es auch schon wieder vorbei. "Nicht so und nicht jetzt", beschied Kathrin und wollte wissen: "Wie lange läuft der Download noch?" "Ein paar Minuten. Für's erste jedenfalls. Dann kann ich abbrechen." "Gut, mach das. Komm danach in mein Büro." Sie drückte ihm ihren Slip in die Hand und verließ den Raum. Gedankenverloren führte Eike das Dufthöschen an die Nase und steckte es danach in die Hosentasche. Er schaute ihr verträumt nach. Sein Penis war schmerzhaft hart erigiert. Ihr Verhalten trieb ihn vor Begierde fast zur Verzweiflung.
     Die Minuten zogen sich endlos dahin. Endlich stoppte der Datenfluss; endlich konnte Eike den Rechner runterfahren. Er ging nach nebenan. Kathrin saß hinter ihrem Schreibtisch, geschäftmäßig wie immer. Nur stand ihre Bluse heute noch weiter offen als sonst und ließ den Blick auf den schwarzen Spitzen-BH - ein edles Stück, das auf den exquisiten Geschmack seiner Besitzerin hinwies - uneingeschränkt zu. Auf der Schreibtischplatte vor ihr lag ein Paar Handschellen. "Für wen sind die denn?", fragte Eike halb scherzhaft. Sie antwortete ausgesprochen ernsthaft: "Für dich - wenn Du willst. Die Schlüssel habe ich. Dort ..." Sie wies auf den alten Rippenheizkörper an der Wand und auf das stabile Heizungsrohr. "Und wenn ich nicht will?" "Dann vergessen wir das Ganze. Ich würde es allerdings sehr bedauern."
     "Ich auch. Ich will nämlich." "Gut. Wir machen das so: Ich rufe jetzt Ingrid an und erzähle ihr, dass wir beide wegen der morgigen Entsorgung direkt zum Fachbereich Architektur unterwegs sind und danach direkt von dort aus den Feierabend antreten. Ich bitte sie, das für uns einzutragen. Du gehst nochmal rüber und machst einen Zettel an die Tür. Aufschrift: Wir sind im FB A. Danach schließt du die Tür von innen ab und steckst den Schlüssel ein. Du kommst in mein Büro und verschließt auch hier die Tür. Später verlassen wir die Räume dann über das alte Treppenhaus. So sieht uns niemand." Eike nickte.
     Wieder zurück in Kathrins Büro turnte sie im "kleinen Schwarzen" vor ihm rum. D. h. seine Vorgesetzte trug nur noch ihren dunklen Minirock und den schwarzen BH. Das Dessous stand ihr auffallend gut: Sie wirkte ausgesprochen sexy und konnte so etwas jederzeit tragen. Und sie trug es gerne, denn es präsentierte all ihre weiblichen Vorzüge. "Stell dich da an die Wand. Wir machen das so, wie ich es will." Er befolgte die Aufforderung. "Die Hände nach hinten." "Klick" machte es. Und noch einmal "Klick". Vermittels der Handschellen fixierte Kathrin ihn am Heizungsrohr. Er war ihren Neigungen nun wehrlos ausgeliefert. Sie legte den BH ab. Prachtvolle, große Brüste mit erigierten Nippeln kamen zum Vorschein. An seinem Gürtel herum nestelnd küsste sie ihn und flüsterte: "Wenn ich jemals ein Kind haben sollte, dann muss es von Dir sein." Ging's noch deutlicher?
     Eikes Hose fiel, seine Unterhose auch. Sein Phallus ragte hart und blau geädert hoch in den Raum. Kathrin kniete sich vor ihn, blickte Eike tief in die Augen. Er nickte ergeben, signalisierte ihr sein vollstes Einverständnis. Zart und sinnlich ließ Kathrin ihre Fingerspitzen über seine Oberschenkel tanzen, gerade mal die feinen Härchen der Haut berührend. Es fühlte sich unendlich sinnlich an - Pattes d'araignée, Spinnenbeine, eine Fingerkuppenmassage zur Reizung der Hauthaare, das französische Gegenstück zum Tantra. Eike schnappte nach Luft: Kathrin erwies sich darin als absolute Meisterin! Sanft berührten ihre Lippen seine Hoden, während die Finger der Vorgesetzten zärtlich am Mannesbolzen auf und ab glitten. Sie saugte die Hoden ein, befeuchtete sie mit Speichel. Erst den einen, dann den anderen. Ihr Mund fühlte sich heiß an. Wieder ins Freie entlassen, blies sie vorsichtig gegen den Hodensack, was zur Kühlung führte. Immer wieder. Heiß - kalt, heiß - kalt. Eike gab vor unbändiger Lust ein wimmerndes Geräusch von sich.
     Die Frau drückte seinen erigierten Lustspender gekonnt nach unten, verstärkte eben dadurch die Durchblutung der Eichel und förderte seine Spermaproduktion. Danach nahm ihr Mund ihn auf, ließ ihn wieder los, nahm ihn wieder auf ... Er spürte sie: Warm, fordernd. Die Welt um ihn versank; er genoss nur noch. Fühlte, wie ihre warme Hand den Penis sanft umschloss. Wie sich die Finger zwischen Eichel und Schaft bewegten. Wie der Penis gefühlvoll zwischen Zeige- und Mittelfinger eingeklemmt und die Hand langsam nach oben gedreht wurde, gerade so, als würde man einen Korken aus der Flasche ziehen. Wie ihre unglaublich wendige Zunge den ersten Luststropfen, das Präejakulat, gierig aufschleckte, nur um den Nektar herunter zu schlucken. Wie die Hand, mit den Fingerspitzen an der unteren Wulst der Eichel, wie beim Pressen einer Zitrone, langsam und vorsichtig gedreht wurde. Und immer wieder ihr bezaubernder Mund, die heiße, feuchte Höhlung. Tief hinein, tiefer ... Ihre feuchten Lippen an der Eichel, unablässig an ihm saugend.
     Nach schier endloser Zeit, von Kathrin immer wieder dadurch hinaus gezögert, dass sie Eikes stramme Garnitur an der Wurzel zwischen Rumpf und Hodensack umfasste und fest zu drückte, während sie gleichzeitig mit der anderen Hand Druck auf das Gebiet zwischen Hodensack und Anus ausübte, fühlte er, wie sein Samen sich aus den Eiern löste und den Samenleiter hoch in den Schwanz gepumpt wurde. Kathrin ließ just in diesem Moment von ihm ab und lehnte sich zurück, schloss die Augen, etwa zehn Zentimeter von seiner Eichelspitze entfernt. Eine glühende Woge rollte durch den Körper des Mannes, als der heiße Saft aus ihm heraus schoss. Eike biss die Zähne zusammen, um seine Lust nicht zu laut werden zu lassen.
     Kathrin empfing sein Sperma auf ihrem Gesicht und mit geschlossenen Augen. Für einen Moment blieb sie ruhig sitzen, doch dann leckte ihre Zunge den Bereich um ihren Mund herum ab, nahm sein Geschenk auf. Genau neun mal. "Setz dich jetzt", befahl sie und verteilte seinen Samen sorgsam auf ihrem Gesicht. Eike glitt in die Hocke, soweit die Handschellen das zuließen. "Einen Moment Pause, bevor wir weitermachen", keuchte Kathrin. Sie zitterte, als ob auch sie gerade selbst einen Orgasmus gehabt hatte. Aber konnte das sein? Eikes Vorgesetzte hockte sich im Lotussitz vor ihn hin und schloss erneut die Augen. Ihr Minirock war hochgerutscht und präsentierte einladend die blitzblank rasierte Weiblichkeit, in der es verräterisch feucht-silbrigweiß glitzerte. Sie atmete tief, wie bei einer Meditation.
     Der permanente Anblick dieses barbusigen, göttlichen Geschöpfes mit seiner hungrigen Liebesgrotte - aus der ein Faden heraus hing, der unzweifelhaft den Drachenperlen zuzuordnen war - machte Eike binnen Rekordzeit wieder heiß und sein erschlaffter Penis begann zu zucken, richtete sich erneut auf. Kathrin schlug die Augen auf, begab sich wieder auf die Knie und Eike stellte sich auf die Füße. Er erwartete das gleiche Spiel wie zuvor, doch seine Chefin bewies ihr Können auf's Neue, denn sie bediente sich einer gänzlich anderen Technik.
     Kathrin nahm eine ihrer langen Haarsträhnen in den Mund und befeuchtete die intensiv mit Speichel. Sie umwickelte damit seine Eichel und begann, ihn zu masturbieren. Das bewirkte ein Höchstmaß an Stimulation und Eike stöhnte unwillkürlich laut auf. Er hatte so etwas noch nie erlebt, ja nicht einmal in seinen feuchtesten Träumen daran gedacht. Und Kathrin ging so gekonnt, so routiniert vor, als ob sie derartige Techniken jahrelang bis zur Perfektion geübt hatte. Wieder ihr Mund. Wieder ihre Zunge, den Eichelkranz umspielend. Das Saugen. Wilde Lust stieg in ihm auf.
     Kathrin verstand sich exzellent auf's Hoden-Hochkochen. Eikes Eier brodelten und kochten. Lange konnte er das nicht aushalten. Besonders schön war es, wenn ihre Zunge die Furche um die Eichel durchfuhr. Sie blies so liebevoll und gierig zugleich wie nie zuvor. Wieder ihre Finger. Sie strich mit ihrem nassen Zeigefinger zärtlich über die Unterseite seiner Eichel, genau dort, wo sich seine empfindlichsten Nervenenden befanden. Fast wäre Eike in ihrer Hand explodiert, hätte sie nicht seinen Orgasmus mit einem gekonnten Griff unterbrochen, indem sie die Eichel unterhalb des Ansatzes mit kurzem aber heftigem Druck zusammenkniff. Er wimmerte. Sie hingegen setzte wieder ihren Mund ein, sog ihn tief in sich hinein.
     Kathrin wusste offensichtlich genau über die männlichen erogenen Zonen Bescheid, denn sie konzentrierte ihre Liebkosungen auf die kleine Hautfalte an der Unterseite der Eichel, die sie mit kleinen schnellen aber doch sehr zarten Bewegungen ihrer Zunge stimulierte. Es war, als würde ihn ein Blitz durchfahren. Er fühlte den Saft aus den Eiern in den Schwanz schießen. Kathrin lehnte sich zurück. Das Sperma - schon weniger dieses Mal - traf ihren Busen. Sie verteilte es sorgfältig, selbst zitternd vor Lust. War es auch ihr gekommen? Und wenn ja, wie? "Pause. Setz dich wieder."
     Genau wie vorhin. Meditative Ruhe nach dem Sturm, mit geschlosenen Augen. Der ihre verlockende Weiblichkeit präsentierende Lotussitz. Irgendwann schlug Kathrin die Augen wieder auf. "Ein letztes Mal", sagte sie und Eike erhob sich. Wieder massierte Kathrin sein bestes Stück, bis er anfing, vor Lust zu wimmern. Noch einmal richtete sich Eikes Bolzen auf, wurde allerdings schon längst nicht mehr so hart wie zuvor. Die Vorgesetzte saugte heftig daran. Eike stöhnte. Ihr Mund ließ von ihm ab; jetzt benutzte sie die Hände. Mit beiden Handflächen links und rechts des Phallus begann Kathrin, auf und ab gleitende Drehbewegungen zu vollführen, gerade so, als wolle sie mit einem Holzstab ein Feuer entzünden.
     In gewisser Weise tat sie das auch, denn ihrem Untergebenen schwanden beinahe die Sinne. Mit viel Speichel machte sie den Ringfinger ihrer linken Hand ganz besonders gleitfähig und schob ihn Eike in den Anus, massierte auf die Weise von innen seine Prostata. Eine solche P-Punkt-Massage hatte er noch nie erlebt. Und wieder ihre vollen Lippen, ihr unersättlicher Mund. Sie benahm sich unglaublich und laugte ihn aus, trieb ihm noch einmal das Blut in Schwellkörper, ein obergeiles Feeling, und dann kam er ein letztes Mal. Kathrin fing das Sperma - um viel handelte es sich wirklich nicht mehr - in der hohlen Hand auf, ließ ihren Speichel darauf tropfen und rieb ihr köstliches Feuchtgebiet mit dieser Mischung aus Körpersäften ein. Eike sackte zusammen, fühlte sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgepumpt und leergemolken. Die drei Orgasmen bis zur Erschöpfung hatten ihm alles abverlangt.
     Ganz besondere Aufmerksamkeit widmete Kathrin beim Einreiben ihrer rosigen Liebesperle, die hungrig hervor stand. Sie genoss das in ihr lodernde Feuer, die Wonne, die Zügellosigkeit und die Lust. Kathrin fühlte sich absolut geil bis oben hin; Lustwellen packten ihren Körper, trugen ihn höher, fort, unaufhaltsam dem Orgasmus entgegen, bis es sie wie ein Blitzschlag durchzuckte. Ihr Atem überschlug sich. Sie wollte schreien, aber die Schreie blieben ihr im Hals stecken. Unkontrolliert zitterte und stöhnte sie, gefangen in unendlicher Ekstase. Dann ebbte ihr minutenlanger Orgasmus ab. Wieder der Lotussitz. Wieder die Pause.
     Schließlich schlug sie Augen auf und sagte: "Einmal zu kommen ist gut, aber zweimal ist besser. Erst dann bin ich vollkommen befriedigt. Am besten komme ich zweimal hintereinander durch Stimulierung der Klitoris. Ich mache dich jetzt los und dann will ich deine Zunge spüren!" Geschmeidig wie eine Katze erhob sie sich und löste Eikes Handschellen. "Fang an!", kommandierte Kathrin. Eike tauchte seinen Kopf zwischen ihre alabasterfarbenen, formvollendeten Schenkel, blätterte ihre Mösenlippen auseinander, tauchte seinen Mund in ihre Muschel und sie konnte die rauhe Männerzunge an ihrem Kitzler spüren, was sie mit der Heftigkeit eines elektrischen Schlages traf. Kathrins Atem ging stoßweise und ihr Stöhnen vervielfachte sich schlagartig.
     Sie fühlte, wie ihre Klitoris aufgeregt zu zucken begann, wie das bewirkte, dass ihr Blut schneller kreiste, erwartete die Lust von ihm. Eikes Finger ertasteten Kathrins Anus, massierten ihn und sie stöhnte leise. Sie senkte ihr ihr Becken ein bisschen, um ihre Mösenlippen intensiver gegen den Mund des Mannes zu pressen. Genussvoll lutschte Eike das Innere, spielte danach mit ihrer Klitoris, bis sie noch mehr anschwoll und richtig hart wurde - fast wie ein kleiner Penis. Sie verströmte sich und der Mann labte sich an ihrem unvergleichlichen Nektar. Mehr und mehr bog sie ihm den sündigen, sexhungrigen Leib entgegen und plötzlich verrieten die Kontraktionen in ihrem Innern, dass Kathrin noch einmal ihre Erfüllung gefunden hatte. Wild schüttelte sich ihr Körper, von allen Tabus und Restriktionen befreit und sie schrie ihre Lust so laut hinaus, dass Eike ihr erschreckt die Hand auf den Mund drückte.
     Wohlig ermattet lösten sie sich daraufhin voneinander. "Warte, ich mache uns sauber", meinte Kathrin. Sie trat zu ihrer Arbeitstasche, entnahm der eine Flasche, ein Tuch sowie ein Glas und goss aus der Flasche eine blassgrüne Flüssigkeit in das Glas. "Das ist Gurkensaft und der wirkt schwach desinfizierend", kommentierte sie ihr tun. Sie tauchte das Tuch in den Saft und reinigte zuerst Eike sowie danach sich selbst. Eike dachte sich dabei, dass die Gurke für Frauen wohl eine ganz eigene Bedeutung besaß.
     Im Anschluss wies die Vorgesetzte auf die Sizgruppe und sagte ganz geschäftsmäßig: "Setz dich. Wir haben einiges zu bereden." Er unten herum nackt und sie oben herum nackt kuschelten sie sich auf der Sitzgruppe aneinander. "Wie fandest du es?", wollte Kathrin wissen. "Einfach unglaublich. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Du hast mich ja regelrecht leer gemolken." "War's schön?" "Ja - und wie ..." "Du kannst das öfter genießen. Wenn du willst. Willst du?" "Ganz sicher!" Nur ging jetzt die Neugier mit Eike durch. Er begehrte zu wissen: "Sag mal - bist du eine Weiße Tigerin?"
     Kathrin rückte unvermittelt von ihm ab, unterbrach den Körperkontakt und schaute ihn alarmiert sowie mit einer Art von neuer Hochachtung in den Augen an: "Wie hast du es herausgefunden?" "Dein Verhalten - die Bruchstücke des von dir geführten Telefonats. Und ein paar Recherchen." "Was weißt du von den Weißen Tigerinnen?" "Im Grunde genommen gar nichts. Außer vielleicht, dass ihr bestimmte sexuelle Riten wie den heutigen Fellatio vollzieht. Der Mann wird dabei grüner Drache oder Himmelsdrache genannt." "Das ist richtig. Und vielleicht ist es auch besser, wenn du nicht mehr darüber weißt." "Und wenn ich mehr wissen will?" "Hmmm..." Sie überlegte und entgegnete: "Du bist lieb. Ich mag ich. Du hast das Zeug zum Jadedrachen. Jedenfalls unter bestimmten Bedingungen. Als Jadedrache musst du über die Weißen Tigerinnen Bescheid wissen. Theoretisch könnte ich dich einweihen, aber ..."
     "Aber?" "Dieses Wissen ist streng geheim. Wenn ich es dir mitteile, dann musst du mir schwören, dass du es niemals an andere weiter gibst. Solltest du es doch tun, dann werde ich dich vernichten. Beruflich, gesellschaftlich, physisch und psychisch. Und das meine ich ernst!" Eike blickte in Kathrins funkelnde, grüne Katzenaugen. Wie eine gereizte Raubkatze erschien sie ihm jetzt. Oh ja, sie meinte das, was sie gerade gesagt hatte, ernst. Bitterernst! Und dennoch ... "Ich schwöre dir, dass ich es niemandem sagen werde. Und jetzt erzähle!"
     "Ja ... - wie fange ich an? Am besten mit mir selbst. Als Kind hatte ich große Hemmungen gegenüber anderen Menschen. Meine Eltern vertraten die Auffassung, das ein Mannschaftssport eine gute Therapie dagegen sei. So begann ich mit vierzehn Jahren, Judo zu lernen. Aber das sagte mir nicht zu. Es gab da für Kung-Fu und Jiu-Jutsu eine Trainerin, mit der ich mich sehr gut verstand. Sie war fünf Jahre älter als ich und eine Weiße Tigerin. Nach einem Jahr wechselte ich zu Kung-Fu, später dann zu Jiu-Jutsu. Meine Trainerin führte mich in die Geheimnisse der Weißen Tigerinnen ein. Das stellte für mich eine große Ehre dar, denn es kann zwar theoretisch jede Frau in jedem Alter zur Weißen Tigerin werden, doch die Lehrmeisterinnen sind sehr wählerisch.
     Ich begann, mich den Mysterien des fernen Osten zu befassen. Eines davon ist der Daoismus, der im Westen fälschlicherweise als Taoismus bezeichnet wird. Es ist eine philosophische Religion, die einst von Männern dominiert wurde. Etwa im vierten Jahrhundert spaltete sich eine Gruppe von selbstbewussten Frauen unter der Federführung von Ge Hong, einem Alchimisten, ab. Sie bildeten die Urzelle der Weißen Tigerinnen. Es ist sogar gut möglich, dass es sich bei Ge Hong in Wirklichkeit auch um eine Frau gehandelt hat. Aber egal. Der Glauben der Weißen Tigerinnen besagt, dass die Lebensenergie, Qi genannt, in allen Dingen vorhanden ist. Die menschliche Ausformung dieser Energie ist das Jing. Ist es verbraucht, dann stirbt der Mensch.
     Umgekehrt kann die Aufnahme von Jing zu ewiger Jugend und spiritueller Unsterblichkeit führen. Eine Weiße Tigerin trachtet daher danach, möglichst viel Jing aufzunehmen. Dem Glauben nach ist das - in dieser Reihenfolge - am stärksten im Sperma, danach in der Muttermilch und schließlich auch im Vaginalsekret enthalten. Wenn dir das jetzt zu mystisch vorkommt, dann lass uns nur einmal die Biochemie betrachten. Samenflüssigkeit enthält Proteine, Vitamin C, Kalium, Eisen und Phosphor als Spurenelemente. Hinzu kommt noch der Anti-Aging-Wirkstoff Spermidin. Alles in allem vermindert das Ejakulat Hautporen, es mildert Fältchen, beseitigt Unreinheiten und erhöht die Spannkraft der Haut. Das ist wissenschaftlich belegt. Zusätzlich trainiert das Saugen beim Fellatio Gesichtsmuskeln, die ansonsten kaum benutzt werden. Das führt zu fein geschnittenen Gesichtszügen.
     Ge Hong sagt, dass diejenigen, die Unsterblichkeit begehren, das absolut Wichtige perfektionieren müssen. Damit sind wir beim Spiel auf der Jadeflöte - so jedenfalls nennt der Daoismus den Fellatio. Wie eine Weiße Tigerin dabei vorgeht, hast du gerade selbst erlebt. Als Samenspender dient der Grüne Drache, auch Himmelsdrache genannt. Das bist du. Wichtig ist es, den Grünen Drachen drei mal zur Ejakulation zu bringen und während der Refraktärphase eine Meditationspause einzulegen. Während ihrer Ausbildung darf die Weiße Tigerin den Himmelsdrachen nur neun mal beanspruchen. Danach muss sie eine sechsmonatige Pause einlegen, in der sie sich anderen Partnern zuwendet. Allerdings ist tägliche Fellatio Pflicht, was zeitgleiche Kontakte zu vielen Männern bedeutet. Erst nach Ablauf dieser Pause - die der Regeneration des Grünen Drachens dient - darf sie erneut Sperma von ihm nehmen. Da ich meine Ausbildung aber schon vor Jahren abgeschlossen habe, bin ich nicht mehr ganz so streng an dieses Reglement gebunden."
     Eike stellte zwei Zwischenfragen: "Funktioniert es denn? Ich meine das mit der ewigen Jugend. Und wie lange dauert so eine Ausbildung?" "Ob es funktioniert? Schau mich an! Ich bin 28 Jahre alt. Wie sehe ich aus?" "Mindestens zehn Jahre jünger. Eher mehr." "Eben! Und die Ausbildung ... Sie gliedert sich in drei Phasen zu jeweils drei Jahren. Ich begann damit, als ich 15 war und schloss sie während meines Studiums in Asien ab. Das Ziel der Ausbildung ist das Erlernen der erforderlichen Sexualpraktiken, die Perfektionierung der Körperbeherrschung und die Verinnerlichung des Glaubens der Weißen Tigerinnen." Er unterbrach sie: "Perfektionierung der Körperbeherrschung ... Du trägst Drachenperlen und man merkt dir das nicht an. Wie kannst du das nur aushalten?"
     Kathrin lächelte ihn an: "Reine Übungssache, glaub mir. Und sehr schön obendrein. Es stimuliert die Vaginalsekretion und fühlt sich herrlich geil an. Mein Lustsekret ist von den weiblichen Sexuallockstoffen gesättigt und das macht es mir leichter, Partner und Partnerinnen zu finden. Die Körperbeherrschung wird durch den Kampfsport unterstützt. Eine Weiße Tigerin ist normalerweise so wendig und biegsam, dass sie sich selbst oral befriedigen kann. Ich kann und tue das auch." "Warum eigentlich Partnerinnen?" "Wenn kein Himmelsdrache zur Verfügung steht, dann halte ich mich an Frauen, vorzugsweise in frühen Stadien der Schwangerschaft. Sie sind eine Quelle für Muttermilch." "So wie Sabine, nehme ich an?" "Ja, so wie Sabine. Notfalls nehme ich aber auch mit dem Lustwasser unserer Feuchtgebiete vorlieb. Aber nur notfalls. Wenn ich mit einer Frau ohne Milch schlafe, dann versuche ich immer, sie zum Induzieren der Laktation zu überreden. Bei Sabine war das einfach. Sie befand sich schon im dritten Monat, als sie von ihrer Schwangerschaft erzählte. Mit meiner permanenten Brustwarzenstimulierung hatte sie bereits im fünften Monat Milch." "Die sie heute für ihre Tochter benötigt." "Ja, leider. Aber das ist nur allzu verständlich. Übrigens weiß Sabine nichts davon, dass ich eine Weiße Tigerin bin und so soll es auch bleiben." "Verstanden." Ein Moment der Stille.
     Darauf Eike: "Dann stimmt es also, was man sich gerüchteweise über dich erzählt. Das du deinen Job als Laborleiterin wegen sexueller Übergriffe aufgeben musstest." "Jein. Teilweise ist das richtig. Telweise aber auch wieder nicht. Als Sabine in den Mutterschaftsurlaub ging, da blieb mir nichts anderes übrig, als mich anderweitig zu orientieren. Es gab da jemanden in meiner Abteilung; Norbert hieß er. Auch er erfuhr nie, dass er es mit einer Weißen Tigerin zu tun hat. Mit ihm machte ich das Gleiche wie mit dir. Wir genossen es beide. Aber er konnte den Mund nicht halten. Irgendwann begann er, herum zu erzählen, was für eine tolle Mundarbeit ich doch leisten würde. So entstanden die Gerüchte. Mein Stand als Chefin wurde dadurch immer schwerer. Letztlich gelang es mir, Norbert für die sexuellen Übergriffe verantwortlich erscheinen zu lassen und er flog raus. Selber schuld. Als der Posten hier vakant wurde, da bot mir unser Chef den an. Neuer Start, neues Glück. Bei höheren Bezügen. Wer würde dazu schon nein sagen? Abgesehen davon wusste ich, dass du in dieser Abteilung arbeitest. Ich mochte dich vom ersten Tag an. Da fiel mir die Wahl nicht schwer."
     "Hmm... - ja. Themenwechsel: Und wie induziert man eine Laktation?", begehrte Eike zu wissen, den die Thematik inzwischen wirklich interessierte. "Durch einen häufigen und kräftigen Saugreiz an den Brustwarzen - mehrmals täglich - und unterstützt durch Medikamente und Milchbildungstees. Als Medikamente kommen das Hormon Oxytocin, es wird als Nasenspay Syntocinon gehandelt, und das Magen-Darm-Mittel Domperidon infrage. Im letztgenannten Fall bewirkt die Überdosis von 30-80 Milligramm täglich, gleichmäßig auf 4-5 Dosen über den ganzen Tag verteilt, das Einschießen der Milch binnen frühestens einem Tag und spätestens nach acht Wochen. Das funktioniert übrigens auch bei Männern. Leider haben beide Mittel den Nachteil, rezeptpflichtig zu sein und deswegen ist auch das Induzieren einer Laktation eher die Ausnahme."
     "Ich verstehe. Eine Weiße Tigerin muss also bi sein und benötigt zudem noch ständig wechselnde Geschlechtspartner. Schläfst du mit denen eigentlich auch mal ganz normal? Oder, anders gesagt, wie erreichst du selbst deinen Orgasmus? Und was hat es mit dem Jadedrachen auf sich?" "Meinen Orgasmus erreiche ich durch klitoriale Stimulation oder wenn ich mit einer Frau schlafe. Mit Grünen Drachen darf ich nicht schlafen; sie dienen mir quasi nur als Zapfsäule. Mit einem Jadedrachen ist das etwas anderes. Der Jadedrachen ist Vertrauter, Freund, Mäzen, Ratgeber. Er wird auch - insbesondere während der Ausbildung - gebraucht, weil eine angehende Weiße Tigerin dann sehr viel Zeit und Energie für das Auffinden geeigneter Sexualpartner aufwenden muss.
     In diesem Zeitraum ist es unvermeidlich, dass der Weiße Drache die Schülerin finanziell unterstützt. Auch ich hatte damals einen Mäzen. Nach dem Ende meiner Ausbildung trennten wir uns und er suchte sich eine neue Schülerin. Seither habe ich ihn nicht mehr gesehen und bin selbst auf der Suche nach einem neuen Jadedrachen, der in erster Linie als Freund und Berater fungieren soll. Du hättest unter gewissen Bedingungen das Zeug dazu. Versteh das aber jetzt bitte nicht falsch. Das hat absolut nichts mit Liebe zu tun und ich will dich deiner Frau keineswegs abspenstig machen. Das ist nur eine sehr vertraute, intime Freundschaft. Und ja - mit dem Jadedrachen schlafe ich auch ganz normal. Allerdings muss er ein Kondom benutzen und es mir hinterher - wenn es voll ist - aushändigen, damit ich seinen Samen nehmen kann. Es gibt nur einen einzigen Grund für den ungeschützten Verkehr: Um nämlich ein Kind zu empfangen."
     "Wenn ich jemals ein Kind haben sollte, dann muss es von Dir sein." Eike wiederholte die Worte, die sie ihm zu Beginn dieses Sexabenteuers zugeflüstert hatte und fragte: "Ist es das, was du meintest?" "Ja. Nein. Ich weiß es nicht so genau. Noch nicht. Noch bist du nicht soweit, dass du zum Jadedrachen werden könntest. Voraus gesetzt, du willst es überhaupt. Es ist so: Da ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, bin ich nicht mehr an das strenge Neun-Mal-Benutzen-und-sechs-Monate-Pause-Reglement für Grüne Drachen gebunden. Ich würde es auf neun Wochen Melken - denn um etwas anderes handelt es sich nicht - und sechs Wochen Pause abändern. Das bedeutet, neun Wochen lang machen wir das einmal wöchentlich so wie heute. Danach sechs Wochen Pause und dann wieder von vorne. Wenn du einverstanden bist."
     Eike schaute Kathrin an. Er sah dieses engelsgleiche, begehrenswerte Geschöpf mit dem Touch des Geheimnisvollen. Er begehrte sie. Und sie ihn auch. Daher antwortete er: "Ich bin einverstanden. Und wie stellst du dir das vor bzw. was erwartest du von mir?" "Zunächst mal darfst du dich selbst nicht mehr anfassen. Das dürfen künftig nur noch deine Frau und ich. Ein Keuschheitsgürtel, zu dem lediglich wir Frauen den Schlüssel hätten, wäre natürlich optimal. Vielleicht kannst du deine Frau ja überzeugen, dass du so etwas tragen musst. Irgendwie. Aber das ist nicht zwingend. Es wäre eben nur schön.
     Dann musst du deine sexuelle Leistungskraft unbedingt optimieren. Nimm einmal täglich 600 mg Vitamin E und ein Zinkpräparat mit 10 bis 15 mg Zink ein. Das steigert deine Kraft und deine Spermamenge. Auch die Spermaqualität. Beides gibt's als Nahrungsergänzungsmittel in jedem Drogeriemarkt. Das nimmst du ab sofort täglich. Deine Nahrung muss proteinreich werden, also Eier, Schinken, Fisch und sowas. Du würzt mit Safran, weil das ein potentes Aphrodisiakum ist. Ach ja, und nicht zu vergessen, Sojaprodukte. Nimm anstelle anderer Sachen möglichst Sojaprodukte zu dir. Auch das verbessert und vermehrt deinen Samen.
     Besorg dir aus einer Drogerie Johanniskraut als Tee, und zwar gleich in größerer Menge, also so um die 250 Gramm. Das reicht für ein paar Ansätze. Dazu noch Hanfblätter und Damianakraut. Damiana kannst du als Räuchermittel über die Herbal-Shops im Internet bestellen. Hanf besorge ich dir, muss aber nicht unbedingt sein. Das verbessert nur die Wirkung. Du nimmst dann 21 Teelöffel getrocknetes Johanniskraut, 3 Teelöffel getrocknetes Damianakraut und 3 gut handflächengroße frische und zerkleinerte Hanfblätter. Die werden für 2 Wochen in 0,7 l Doppelkorn eingeweicht und bei Raumtemperatur aufbewahrt. Dann über ein Kaffeefilter abfiltrieren und die Kräuter dabei kräftig ausquetschen, danach knapp ein halbes Gramm Safranpulver darin lösen. Davon abends vor dem Schlafengehen 1 bis 2 Schnapsgläser voll trinken. Es handelt sich zwar um ein Kurmittel, doch kann die Wirkung auch schon binnen einiger Stunden einsetzen und dir gewaltige Erektionen verschaffen."
     "Das ist eine ganze Menge, was du da von mir verlangst", bekannte Eike. "Und noch längst nicht alles", erwiderte Kathrin. Sie fuhr fort: "Ich erwarte, dass du dir bei jeder sich bietenden Gelegenheit Pornos oder doch zumindest Pornobilder anschaust, um dich heiß zu machen. Einmal pro Woche werden wir die Aktion von vorhin wiederholen. Mindestens zweimal pro Woche siehst du mir beim Masturbieren zu, bleibst selbst aber untätig. Und denke immer daran: Du darfst dich nicht selbst anfassen! Ich erlaube dir aber, maximal einmal wöchentlich mit deiner Frau zu schlafen."
     "Dann werde ich permanent hypergeil sein!" "Das ist ja auch der Sinn der Übung. Auch du musst lernen, deinen Körper zu beherrschen. Denn anders kannst du niemals zum Jadedrachen werden. Schau mal: Die sexuelle Erregung gliedert sich in vier Phasen. Das sind die Erregungsphase, die Plateauphase - also der Punkt unmittelbar davor - die Orgasmusphase und die Rückbildungs- oder Refraktärphase. Als mein güner Drachen muss die Erregungsphase jederzeit eintreten können. Wenn du aber zu meinem Jadedrachen werden willst - und das sollst du - dann musst du dich ständig kurz vor dem Ende der Erregungsphase befinden. Als Jadedrachen wirst du später heimlich meinen Zusammenkünften mit anderen grünen Drachen beiwohnen. Du wirst uns beobachten. Hinterher besprechen wir dann, was ich gut gemacht habe und was verbesserungsbedürftig ist. Denn du bist ein Mann und kennst die Gefühle eines Mannes naturgemäß besser, als eine Frau das je könnte.
     Bei der Gelegenheit fällt mir aber noch etwas sehr Wichtiges ein. Ich verwandle beim Sexspiel mit einem grünen Drachen sexuelle Energie in Schönheit, Gesundheit und Jugendlichkeit. Die romantischen Gefühle, also die Liebe und die innige Zuneigung, bleiben einzig der Beziehung zwischen Weißer Tigerin und Jadedrachen vorbehalten. Ein typischer Mann hat damit so seine Verständnisprobleme. Es ist neben dem absoluten Vertrauen für einen Jadedrachen aber unverzichtbar, auch die Frau zu verstehen. Das funktioniert nur, wenn der Mann weiblicher wird. Mein erster Jadedrachen beispielsweise war ein Ladyboy, wie du sie in Asien häufig findest. Ich mochte ihn sehr und wir waren häufig als Freundinnen unterwegs. Aber keine Angst, du sollst gar nicht zum Transvestiten werden.
     Es reicht vollkommen aus, wenn du dir ein paar weibliche Attribute zulegst. Ich möchte, dass du einen kleinen Busen bekommst, denn das ist schon mal ein schöner Anfang. Dazu nimmst du täglich morgens und abends 0,7 Gramm Pueraria mirifica ein, auch Kwao Krua Khao oder weißes Kwao Krua genannt. Auch das bestellst du über das Internet. Die Bezugsadresse gebe ich dir noch. Du nimmst das drei Wochen lang ein und legst danach eine Woche Pause ein. Dann beginnst du wieder von vorne, zunächst mal ein halbes Jahr lang. Durch die Einnahme wächst die Brust um ungefähr einen Zentimeter pro Monat. Du bekommst dadurch einen Eindruck davon, wie eine Frau sich fühlt. Freunde dich also schon mal mit dem Gedanken an, in absehbarer Zeit einen BH tragen zu müssen und überleg dir, wie du das deiner Frau erklärst. Bedenke dabei, dass unsere Beziehung und deine Ehe zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Das eine hat mit dem anderen ganz und gar nichts zu tun. In Ordnung?"
     "Ja, obgleich mir nicht so ganz wohl bei dem Gedanken ist. Das mit dem BH - na gut, irgendwie bekomme ich das hin. Wann werde ich den denn brauchen?" "Das merkst du selber. Wenn deine Hand bei unbewussten Bewegungen mit deiner Brust kollidiert. Wenn du beim Sport ein Wippen deiner Brüste bemerkst." "Und welche Größe muss ich dann nehmen?" "Du misst deinen Körperumfang unterhalb des Busens. Das ist die Unterbrustweite, UBW genannt. Dabei ausatmen. Dann direkt über den Brustwarzen und eingeatmet nochmal den Umfang für die OBW - die Oberbrustweite - messen. Anschließend besorgst du dir irgendeinen BH-Größenrechner. Schau ins Internet. Was dort als BH-Größe ausgerechnet wird, stimmt allerdings meistens nicht. Nimm die nächstkleinere Größe, am besten von irgendeinem Discounter aus dem Angebot. Das kostet nicht viel. Probiere den BH an und dann weißt du auch, mit welcher Größe du am besten hinkommst. Wahrscheinlich musst du klein anfangen und dann auf lange Sicht ohnehin größere Modelle verwenden." "Bekomme ich dadurch einen richtigen Frauenbusen?" "Ja. Der ist in jeder Hinsicht voll funktionell. Aber er wird normalerweise nicht so groß wie bei einer Frau. Allerdings gilt wie überall, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Wenn du aber noch mehr haben willst, dann sag mir Bescheid. Ich kenne da nämlich noch ein paar Mittel. Sowas wie Estim-Massage oder Brennnesseleinreibung."
     "Aber wird meine Potenz nicht negativ beeinflusst, wenn mir ein Busen wächst?" "Nein, ganz im Gegenteil. Pueraria mirifica weist nämlich eine Nebenwirkung auf. Das ist eine enorme Libidosteigerung nach ein paar Tagen, die auch nach dem Absetzen des Mittels noch monatelang vorhält. Dein Penis bleibt nach erfolgter Ejakulation noch minutenlang steif und die Refraktärphase wird merklich verkürzt. Du kannst also häufiger und länger kommen." "Und das Busenwachstum - ist das mit irgendwelchen Unannehmlichkeiten verbunden?" "Nein. Nach etwa vier Tagen kündigt ein Drücken und Ziehen im Busen die beginnende Brustvergrößerung an. Das Gefühl ist einfach nur geil und du wirst es genießen. Wenn deine Brust vorher schon erotisch empfindlich war, dann steigert sich das mit zunehmendem Wachstum. Du und deine Frau, ihr werdet das lieben. Nur dein Denken verändert sich. Es wird femininer und verständnisvoller."
     "Das hört sich gut an. In Ordnung. Du hast mich überzeugt. Wie geht es jetzt weiter?" "Besorg dir die Mittel. Das kannst du heute noch machen. Anfangs bleibt alles beim alten. Ich werde dich allerdings hin und wieder mal in mein Büro rufen, damit du mir zuschauen kannst. Oder um dich einmal pro Woche zu melken. Wir dürfen dann nicht gestört werden. Deswegen täuschen wir Außentermine in den Fachbereichen vor. Ich habe mir das so überlegt: Wir verlassen beide das Büro kurz nacheinander auf dem offiziellen Weg, schauen auf einen Sprung bei Ingrid vorbei, um uns abzumelden und besuchen die Fachbereiche. Dort lassen wir uns kurz bei allen maßgeblichen Leuten sehen, damit die bezeugen können, dass wir dort irgendwo rumschwirren. Tatsächlich aber kehren wir auf schnellstem Wege und heimlich hierher zurück. Wir benutzen dazu das alte Treppenhaus. Hinterher nehmen wir wieder das Treppenhaus und begeben uns erneut zu den Fachbereichen, tun so, als ob nichts gewesen sei. Das müsste eigentlich funktionieren."
     "Erstmal, ja. Und was machen wir, wenn Sabine wieder da ist?" "Vergiss nicht, dass ich es bin, die eure Arbeitszeit einteilt. Sabine wird vorzugsweise am Vormittag arbeiten und du am Nachmittag. Ich beginne dann gegen Mittag und hänge Überstunden dran. So steht uns im Bedarfsfall immer der ganze Nachmittag zur Verfügung. Und wenn es mal länger dauern sollte, dann zeichne ich deine Überstunden ab. Alles klar?" "Ja. Jetzt habe ich nur noch eine Frage: Wie lange soll ich denn grüner Drache bleiben und wann kann ich zum Jadedrachen werden?" "Der Daoismus liebt das Dreiersystem. Deswegen dachte ich an drei Jahre als grüner Drache." "Dann machen wir das auch so!" "Gut." Kathrin schaute auf die Uhr: "Feierabend. Zieh dich an. Wir nehmen das alte Treppenhaus und sehen uns dann morgen. Morgen schaust du mir zu, wenn ich es mir selbst mache. Dann beweise ich dir, dass ich mich selbst oral befriedigen kann."
     So geschah es auch. Durch das gemeinsame, mit seiner Vorgesetzten geteilte Geheimnis erhielt Eikes Arbeitsverhältnis noch einmal eine nie für möglich gehaltene, hocherotische Dimension - auch wenn der Mann so seine Zweifel am Jugendglauben von Kathrin hegte. Nach einem halben Jahr verfügte Eike über einen zwar kleinen, aber doch sehr ansehnlichen Busen und begann, BHs zu tragen. Es gefiel ihm sehr. Es gefiel ihm auch, dass er die Frauen inzwischen besser verstand. Eineinhalb Jahre lang lief alles wie am Schnürchen. Dann kam völlig überraschend das unerwartete Aus.
     Die Hochschulleitung löste Kathrins Abteilung auf. Man vertrat die Auffassung, dass ein externer Dienstleister die Entsorgungen preiswerter erledigen könnte. Kathrin und Sabine - beide unkündbar - wurden an andere, weit entfernte Hochschulen versetzt. Eikes Vertrag erfuhr keine Verlängerung mehr. Am letzten Arbeitstag stand Kathrin - normalerweise ein Ausbund an perfekter Körperbeherrschung - mit tränenüberströmtem Gesicht vor ihm. Sie wussten beide, dass es ein Abschied für immer sein sollte. Vor aller Augen küsste Kathrin ihren Mitarbeiter und erst jetzt erkannte Sabine, dass da viel mehr als nur das Chefin-Untergebenen-Verhältnis dahinter stand.
     Eike fand nach langer Suche einen anderen Job. Fünf Jahre später begegnete er zufällig Sabine in der Straßenbahn. Sie unterhielten sich kurz und Eike fragte: "Weißt du eigentlich, was aus Kathrin geworden ist?" Sabine schaute ihn an: "Da lief damals was zwischen euch, nicht wahr?" Eike nickte, äußerte sich aber nicht dazu. Darauf Sabine: "Soweit ich weiß, hat sie einen neuen, festen Lebenspartner gefunden, einen Arzt. Sie ist Mutter geworden und hat eine Tochter." Das Gespräch lief weiter, aber in anderen Bahnen. Irgendwann musste Sabine aussteigen. Es vergingen noch einmal zehn Jahre und es geschah wieder in der Straßenbahn - Eike traf zufällig auf Kathrin. Wie alt war die jetzt? Sie musste so um die 45 sein. Sie sah aus wie Zwanzig!
     Die Beiden begrüßten sich wie zwei alte Freunde. Kathrin hielt ihn allerdings auf Distanz: "Ja, es war sehr schön damals. Aber du verstehst sicher, dass ich mich nach dem Aus anderweitig umsehen musste?" Ja, Eike hatte vollstes Verständnis dafür. Er bezog sich auf seine Zufallsbegnung mit Sabine und fragte nach Kathrins Tochter. Darauf antwortete die Weiße Tigerin: "Natalja hatte mit Zwölf ihre erste Periode. Danach war die Zeit für die Entjungferung gekommen. Ich bereitete alles vor und überließ das meinem Jadedrachen, blieb aber dabei. Nachdem Natalja keine Jungfrau mehr war, begannen wir, sie im Glauben der Weißen Tigerinnen zu erziehen. Sie steht zwar noch ganz am Anfang und braucht viel Unterstützung, aber sie macht gute Fortschritte. Ich helfe ihr, wo immer ich kann. Seit meiner Schwangerschaft habe ich Milch. Mein Jadedrachen besorgt mir im Bedarfsfall die dazu notwendigen Medikamente. Und Natalja stille ich manchmal auch heute noch. Das ist für uns Beide immer sehr schön."
     Kathrin schwieg kurz und wies dann auf Eikes Brust: "Dein Busen ist noch weiter gewachsen, wie ich sehe. Trägst du außer dem BH inzwischen eigentlich noch was anderes?" Eike lächelte und bekannte: "Ja, ich habe ein Faible für hübsche Dessous und Nylons entwickelt. Und für Satin-Nachthemden. Das fühlt sich wundervoll an." Kathrins Lächeln wurde intensiver: "Nichts anderes habe ich erwartet. Du, ich muss hier aussteigen. Ich wünsche dir alles Gute!" "Ich dir auch." Er schaute ihr nach - so jugendlich ... Eike fragte sich jetzt ernsthaft, ob an ihrem Glauben nicht doch etwas dran sein könnte. Er jedenfalls würde diese Frau niemals vergessen ...
 
Soweit eine Geschichte aus meinem eBook "Gefühlvoll", erhältlich bei Beam. Bleibt noch anzumerken, dass es die Weißen Tigerinnen tatsächlich gibt und alle in der Geschichte dargestellten Praktiken sowie gegebenen Informationen einen sehr realen Hintergrund haben.

Kommentare   

#2 Peter Schau 2017-06-23 18:41
Ich habe diese Geschichte mit sehr viel Interesse gelesen.
Ich, Mann, lasse seit eigen Wochen meine Busen wachsen und will eine Lactase erreichen.
Die hinweise der Autorin in dieser Geschichte und auch aus anderen Quellen haben mich überzeugt, damit anzufangen.
Erste zufriedenstelle nde Ergebnisse zeigen sich, Busenwachstum, höhere Empfindlichkeit der Nippel und eine beginnende Neigung zu weiblichem verhalten und Denken. Das gefällt mir sehr gut..
Richtig ist natürlich, dass man diese schöne Sache gewissenhaft angehen sollte.
Lg an interessierten User.
petra77 :P
#1 Stefan 2015-04-01 14:15
Also - zu den Angaben der leistungssteige rnden Präparate für Eike:
600mg Vitamin E können über einen längeren Zeitraum täglich eingenommen tödlich sein! Ausserdem wirkt Vitamin E als Kapsel, ohne seine natürlichen "Unterstützer" wie Vitamin C nicht oder nur unzureichend! Ihr solltet vorsichtiger sein mit der Angabe, dass solche Hinweise fundiert seien! ;-)

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