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Procain, bekannt seit 100 Jahren, startet zurzeit ein hoch interessantes Come-Back. Auch im Bereich der Erotik , BDSM und Sexualität hat es mittlerweile Einzug gehalten, auch wenn damit einige Zeitungen durch Negativschlagzeilen über "Procain intravenös - Mißbrauch in SM-Studios"  ihre Verkaufszahlen pushen wollen. Der Trend ist ungebrochen, und auch privat wird dieses, meist frei verkäufliche, Medikament oft für sexuelle Spiele eingesetzt.

Ursprünglich aus der Agave stammend, wurde Procain 1905 von dem Biochemiker Professor Alfred Einhorn synthetisiert, um es als nebenwirkungsarmes Anästhetikum alternativ zu Kokain und Opiaten einzusetzen. Erste Karriere machte Procain bei verwundeten Soldaten im Ersten Weltkrieg: Mit Erstaunen wurde registriert, dass nicht nur die Schmerzen rasch nachließen, sondern – so die Überlieferung – die Behandelten sich zusätzlich gut regenerierten und einige unerklärlicherweise sogar ihre ursprüngliche Haarfarbe wiedererlangten. 1940 entwickelte der Düsseldorfer Arzt Ferdinand H. Huneke die Neuraltherapie. Rund zehn Jahre später stellte die Bukarester Ärztin und Naturwissenschaftlerin Professor Dr. Ana Aslan bei der Behandlung rheumatischer Beschwerden fest, dass Procain, intravenös injiziert, nicht nur die Gelenkschmerzen älterer Patienten, sondern auch eine Reihe typischer Alters- und Verschleißkrankheiten linderte oder sogar beseitigte: Die Behandelten wurden insgesamt vitaler, ihre Haut frischer und ihre Gedächtnisleistungen besser.

Auch bei einem Migräne Anfall soll i.v. gegebenes Procain sofort helfen, genaue Studien gibt es jedoch noch nicht.

Im BDSM-Bereich wird Procain vorwiegend zur lokalen Betäubung in Hautbereiche, vorwiegend Genitalien, injiziert, um den Schmerzlevel für sexuelle Spielarten anzuheben.

Besonders aber intravenös ( i.v. ) verabreicht zeigt Procain interessante Wirkungen, ähnlich einem "Drogenrausch". Wenn beide Partner Erfahrung mit Procain intravenös haben, kann man sehr interessante Variationen in das Klinikspiel einbauen. Der Umgang damit ist, entgegen vieler anderer Schilderungen, ziemlich sicher, wenn vor der Verwendung eine mögliche allergische Reaktion ausgeschlossen wurde und entsprechende medizinische Kenntnisse vorhanden sind. Eine physische Suchtgefahr besteht in keinem Fall.

Auch in die Schwellkörper des Penis kann Procain für eine ähnliche Wirkung wie bei einer Infusion in eine Vene injiziert werden. Da die Schwellkörper stark durchblutet sind, gelangt das Procain so auch sehr schnell in den Blutkreislauf.

Textauszug aus unserem Forum: Es entspannt und man „schwebt“. Trotzdem ist man stets anwesend. Etwa 20% der Anwender werden extrem geil davon. Andere vertragen es nicht, bzw. mögen es nicht. Die Orgasmen sind extrem! Ganz wichtig: Es gilt einige Regeln bei der Anwendung zu beachten! Proca ist keine Droge gem. BTMG.  Bestimmte Marken sind ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament und daher frei käuflich.

Die Reizschwelle liegt gemäß Beschreibungen bei ca. 2-3ml 2% Procain intravenös, kann aber  kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Ärzte empfehlen, nicht mehr als 500mg Procain i.v. (25ml 2%) zu infundieren. Um den gewünschten "Entspannungszustand" zu halten, wird oft mehr gegeben, was dann wohl als grob fahrlässig einzustufen wäre, falls doch etwas schiefgeht. Bei der ersten Verwendung muss der „Patient“ unbedingt auf allergische Reaktionen getestet werden. Theoretisch reagieren 0,01% der Menschen auf Procain i.v. allergisch.

Besonders bei Hodensack- oder Schamlippeninfusionen, aber auch bei Nadelungen oder Dehn-Training ist die Verwendung von Procain sehr beliebt.

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